Burnout (medizinische Aspekte)


 

Oft steht am Anfang eines schleichenden Prozesss Dauerstress.

 

Die Stressspitzen führen zur zeitweisen Erhöhung der Leistungsfähigkeit, um die Problemstituationen bewältigen zu können. Die Stoffwechselaktivität wird gesteigert. Das vegetative Nervensystem bewirkt eine erhöhte Ausschüttung von Adrenalin. Dadurch wird Glucose aus der Leber und den Muskeln freigestetzt. Der  Blutzuckerspiegel steigt und die Konzentration an Fettsäuren wird erhöht. Die Sauerstoffversorgung, der Blutdruck und die Herzfrequenz steigen.

 

Das Angstzentrum (limbisches System) speichert die als bedrohlich definierten Ereignisse. Beim nächsten Auftreten der bedrohlichen Situation kann das limbische System schneller und besser reagieren.

 

Wenn das Stressereignis aber zu oft und zu intensiv auftritt, erfolgt eine Wirkungsreduzierung des oben beschriebenen Mechanismus. Es stellt sich das Gefühl ein, die Probleme nicht mehr lösen zu können.

 

Körpereigene Wirkstoffe (Neurotransmitter) sind nicht mehr ausreichend vorhanden. Diese beeinflussen und regulieren das Wohlbefinden, die Glücksgefühle, den Sexualtrieb, das Essverlangen und einen gesunden Schlaf - Wach - Rhythmus.

 

Geraten diese Empfindungen und Regulierungen aus dem Gleichgewicht, kann sich eine Depression einstellen.

 

Körperlich kann sich langfristig eine Insulinresistenz einstellen.

 

Auch das Arteriosklerose - Risiko kann steigen.

 

Durch die häufige Erhöhung des Pulses und des Blutdrucks wird das Herz - Kreislaufsystem sehr belastet.

 

Das Immunsystem kann auch nachhaltig geschwächt werden.

 

Als Folge der dauerhaften Stressbelastung können sich weiter einstellen: Muskelabbau, Fettansatz, Impotenz und graue Haare.

 

Neben den genannten Therapien (Siehe auch: Naturheilkunde in Praxisbeispielen) sind folgende Wirkstoffe nützlich:

 

  • Heilpflanzen: Johanniskraut, Baldrian, Taigawurzel
  • Vitamine C, E
  • Omega - 3 - Fettsäuren
  • Mineralien: Zink, Kupfer und Mangan.

 

Die Dosierung und Auswahl der Wirkstoffe sollte nicht in Eigentherapie erfolgen. Gerade in der richtigen Zusammensetzung und Dosierung liegt die Stärke der Naturheilkunde.