Die Immunabwehr im Blick halten

 

 

Funktionsweise

 

Nur durch das Immunsystem ist der menschliche Körper lebensfähig.

 

Das Immunsystem hat ständig eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen:

 

  • Es muss jeden "Eindringling" (Viren, Bakterien, Pilze, Hefen, Parasiten) erkennen und kraftvoll bekämpfen.
  • Es baut ein "Gedächtnis" über Eindringlinge auf, um bei einem erneuten Kontakt schneller reagieren zu können.
  • Es muss entartete, überalterte und veränderte körpereigene Zellen erkennen und vollständig eliminieren.

 

Bei seiner Arbeit bedient sich das Immunsystem eines vielschichtigen Netzwerkes. Es arbeitet zusammen mit dem zentralen Nervensystem und dem endokrinen System (Drüsengewebe z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse).

 

So kann es Erkennungsstrukturen gesunder körpereigener Zellen von unerwünschten Eindringlingen unterscheiden. Dadurch kann das Immunsystem auf Eindringlinge angemessen reagieren und die gesunden körpereigenen Zellen schonen.

 

 

Äußere Störfaktoren

 

Es gibt eine Vielzahl von möglichen äußeren Störungen des Immunsystems, die gravierende Folgen für die Gesundheit haben können:

 

  • Immer komplexere Fremdstoffe in unserer technisierten Welt führen zu neuen und teilweise schwer lösbaren Aufgaben für das Immunsystem.
  • Eingriffe der modernen Medizin in die biologische menschliche Integrität schaffen bei allem unbestreitbarem Nutzen ein weiteres Störungspotential. Medizinische Spezialisierungen haben oft nur einen Teilaspekt im Blick und erkennen zu spät die Nebenwirkungen in anderen Bereichen des menschlichen Körpers. Beispielhaft seien hier die Nebenwirkungen bei der Zahnmedizin (Amalgambelastung oder Wurzelbehandlung der Zähne), Orthopädie (Material der künstlichen Gelenke), sowie bei manchen medikamentösen oder hormonellen Therapien erwähnt.
  • Der oftmals zu schnelle Einsatz von Antibiotika hat dazu geführt, dass es immer mehr Keime gibt, die sich angepasst haben und zu einer größeren Gefahr werden. Bei einem nicht richtig dosierten Einsatz von Antibiotika wird ein Teil der Krankheitserreger (und ein Teil der nützlichen Darmflora) abgetötet. Die Krankheitskeime, die durch Anpassung und Veränderung überleben (und dann auf andere Menschen übertragen werden), können dann mit weiteren Antibiotikabehandlungen nicht mehr abgetötet werden. Auch in der Massentierhaltung werden viel zu leichtfertig Antibiotika eingesetzt, die zur Anpassung und Veränderung von Tierkeimen führen. Wenn diese Tierkeime dann auf den Menschen übergehen, kann es zu schweren Erkrankungen kommen
  • Im Vergleich zu früher ist die Mobilität von Menschen und Sachen ins Unermessliche gesteigert worden. Dies führt zu einer viel schnelleren weltweiten Verbreitung von Krankheitserregern und Schadstoffen.

 

 

Genetische Veränderungen

 

Die Bestimmung, ob eine Störung des Immunsystems erblich oder durch Umweltreize verursacht wurde, ist nicht immer leicht. Es gibt auch fließende Übergänge oder beide Faktoren (Umwelt und Vererbung).

 

Es können auch Schädigungen durch Umwelteinflüsse, mit denen sich der Körper in früheren Jahrtausenden nicht auseinandersetzen musste, vererbt werden.

 

 

Fehlfunktionen

 

Das Immunsystem kann auf verschiedene Weise falsch oder unzureichend reagieren:

 

  • Das Immunsystem gibt eine zu geringe Immunantwort auf äußere Störfaktoren oder innere Fehlentwicklungen.
  • Das Immunsystem reagiert überschießend auf normale, tolerierbare Reize und Strukturen. In der Folge kann es zu Autoimmunkrankheiten, chronischen Entzündungen oder Allergien kommen.

 

Einerseits soll das Immunsystem stark und radikal alle Krankheitserreger, sowie entartete und überalterte körpereigene Zellen (z.B. Krebszellen) bekämpfen und eliminieren. Andererseits soll das Immunsystem die normalen Körperzellen und Strukturen schonen. Ungefährliche Reize dürfen nicht mit unangemessenen Reaktionen beantwortet werden.

 

 

Anworten der Naturheilkunde

 

Homöopathie: Mit schonenden homöopathischen Wirkstoffen kann man die Abwehrkräfte des Körpers wirkungsvoll steigern. Diese Wirkstoffe, die sich seit Jahrhunderten bewährt haben, zielen auf in der Homöopathie beschriebene Arzneimittelbilder: Abwehrkraftsteigerung, Bronchitis, Angina tonsillaris, Entzündung der Atemorgane, Erschöpfung, Fieber, Gliederschmerz, Grippekopfschmerz, Pertussis (Husten), Pharyngitis (Halsbeschwerden), Rhinitis (Schnupfen).

 

 

Bitte lesen Sie hierzu auch die Themen:

 

  • Der Darm im Mittelpunkt eines gesunden Immunsystems (Naturheilkunde in Praxisbeispielen)
  • Dem Krebs vorbeugen (Naturheilkunde in Praxisbeispielen)
  • Naturheilkunde und Krebstherapie in vier Säulen (Naturheilkunde in Praxisbeispielen)
  • Die Thymusdrüse